Reiseleiterin Liana Santrosyan

Liana Santrosyan

Reiseleiterin

Liana Santrosyan
Reise- und Wanderführerin, Künstlerin und Musikerin.
Bei meinen Reisen versuche ich immer die Seele von meiner Heimat, das freundliche Gesicht meines Landes und die tiefste Gastfreundschaft meines Volkes näher zu bringen. Was kann noch kostbarer sein, als das Lächeln von den Gästen zu sehen ! Dann ist die Reise gelungen ! Eine tolle Kombination von Natur, Mensch, Kultur, Kunst und Kulinarik – das ist das Ziel von meiner Reiseleitung.

Lesen Sie hier das Interview, was in der 1. Auflage der Kaukasus-Broschüre veröffentlicht wurde.
Liana Santrosyan aus Jerewan, 30Jahre, verheiratet und 2 Kinder, Deutschsprachige Reiseleiterin, Erste Tour mit DIAMIR 2015

Lika, seit wann arbeitest Du als Reiseleiterin? Hattest Du schon immer mit Tourismus zu tun?
Ich arbeite erst seit 2008 als Reiseleiterin. Eigentlich bin ich studierte Musikerin und war bis dahin in der Kunst- und Musikwelt unterwegs. Jetzt allerdings habe ich in Armenien meine eigene Tourismusagentur, lasse aber viele künstlerische Elemente in die Reisen einfließen. Zum Beispiel setze ich mehr auf kleinere Boutique-Hotels wie die Villa Ayghedzor in Jerewan. Diese Häuser haben eine Seele und sind unheimlich verspielt in Szene gesetzt. Meine Gäste lieben das.

Wo hast Du so gut Deutsch gelernt? Du sprichst wie eine Muttersprachlerin…
Mein Studium an der Kunsthochschule habe ich von Jerewan nach München verlagert und dort 1 Jahr gelebt. Heutzutage habe ich viele deutschsprachige Gäste und kann somit mein Sprachniveau halten. Bei den Dialekten muss ich allerdings immer genau hinhören – da gibt es in Deutschland viele Kreationen abseits vom Hochdeutschen.

Was schätzt Du besonders an den Gästen aus dem deutschsprachigen Raum?
Ich habe viele Gäste aus Mitteleuropa beobachtet, die nach Armenien kamen und vorher sehr skeptisch waren. Die Gäste haben aber schnell großes Interesse an uns Armeniern und unserer bewegten Geschichte entwickelt und es gab wunderbare Gespräche und Diskussionen. Ich habe bei allen irgendwann das Lächeln gesehen, was von Herzen kam. Oft sind die Deutschen flexibel und wir können viele Dinge neben dem Reiseprogramm zusätzlich machen. Ich schätze zudem sehr, dass die Deutschen sich immer für die Einzelheiten unserer Kultur, unser Leben, unsere Geschichte und die wundervolle Natur interessieren! Natürlich schätzen wir das rege Interesse, die große Intelligenz und selbstverständlich die Pünktlichkeit und das Verantwortungsbewusstsein. Das ist toll.

Welche Jahreszeit ist für Dich die schönste in Armenien und warum?
Ganz eindeutig der Mai. Wenn hier alles blüht, dann gibt es gewaltige Teppiche aus bunten Blumen. Ihr solltet die roten Mohnblütenfelder sehn! Das kenn ich nur von hier und drüben in Georgien.

Was machst Du in Deiner Freizeit, wenn mal keine Gäste da sind?
In allererster Linie kümmere ich mich um meine Familie, meine Kinder. Aber ich lese auch viel oder schreibe Musik, vor allem Lieder. Einmal Musikerin, immer Musikerin

Welche sind Deine Top-3-Sehenswürdigkeiten in Armenien?
1. Das Kloster Haghpat wegen seiner spirituellen Kraft
2. Das Kloster Noravank am Ende einer riesigen Schlucht aus rotem Gestein – die Architektur ist einzigartig.
3. Das Kloster Tatev im Süden, was sehr einsam auf einem Felsen thront. Hier spüre ich einen tiefen Frieden in mir.

Wenn Du einen Wunsch hättest, dann…
Wünsche ich mir mehr Frieden und Einklang zwischen den Völkern der Erde und, dass die Armenier wieder frei in ihre alte Heimat reisen dürfen.

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