Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Spitzbergen – Eine inspirierende Reise in die Arktis

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Im wahrsten Sinne des Wortes der Sonne entgegen, traf ich gegen Mitternacht im hellen Longyearbyen ein. Nach einem erholsamen Schlaf im Gästehaus Coal Miner's, hatte ich noch etwas Zeit mir das schöne Städtchen anzusehen.

Nachmittags ging es dann auf das Schiff. Nach der Vorstellung der Crew mit den darauf folgenden wichtigen und notwendigen Sicherheitshinweisen verließen wir den Isfjorden Richtung Norden.

Am nächsten Morgen erreichten wir Hamiltonbukkta. Unser erster Ausflug mit dem Schlauchboot und Landgang stand bevor. Die vom frisch gefallenen Schnee bedeckten Gipfel und die Gletscher am Ufer glitzerten im Sonnenlicht. Ein zauberhafter Anblick, der mich wissen ließ, dass ich wirklich und wahrhaftig in der Arktis war.

Vorbei am Vogelfelsen begleitet von den Stimmen hunderter Dreizehenmöwen und Eismöwen sahen wir einen Polarfuchs spazierend am Ufer, wahrscheinlich hoffend auf einen schnellen Snack.

Für mich gab es einen überwältigenden Moment beim Landgang: 10 Minuten schweigen und die arktische Stille hören. Unbezahlbar!

Gegen Mitternacht erreichten wir Moffen Island, wo eine große Gruppe von Walrossen zu Hause ist. Natürlich waren Sie auch neugierig und so kamen sie sehr nah an unser Schiff.

Am nächsten Morgen ging es zu den Siebeninseln. In Phippsøya ging es an Land, um dort eine Gruppe von Walrossen aus nächster Nähe (aber trotzdem mit angemessenem Abstand) zu beobachten. Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen ist ein großes Geschenk und nicht als selbstverständlich hinzunehmen.

Den darauffolgenden Tag verbrachten wir im Packeis, immer die Augen offen, in der Hoffnung einen Eisbären zu sehen. Unser Schiff schob sich langsam durch die dicken Eisschollen immer weiter in den Norden. Das Geräusch und der Anblick des zerberstenden Eises war eine unglaubliche Erfahrung.

Karl XII øya & Relikbukta waren unsere nächsten Ziele. Dieses Mal sahen wir einen Eisbären, welcher sich gemütlich ausruhte und sich einfach beobachten ließ.

Die frische Luft und die phantastische Aussicht in Reliktbukta gab mir wieder ein tieferes Verständnis für das Land, durch das wir schlenderten. Diese einzigartige arktische Stille…

Eines von vielen Highlights dieser Reise erwartete uns bald: Mitten auf einer Eisscholle in der Arktis zu stehen und zu wissen das man sich ganz weit oben auf der Erdkugel befindet, ließ mich ehrfürchtig werden.

Der vorletzte Tag empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und spiegelglattem Meer. Wir fuhren wieder südwärts entlang der alpinen Landschaft von Spitzbergen und traten am Nachmittag unseren letzten Landgang in Alkhornet an. Alkhornet ist ein steiler Vogelfelsen am Rande des Isfjorden und wird auch „kleines Spitzbergen“ genannt. Unterhalb des Felsens zu wandern war eine wahre Freude – grüne Moosflächen und Gras ließen uns wie auf einem Teppich laufen. Zum ersten Mal auf unserer Expedition sahen wir auch Rentiere. Diese ruhigen und molligen Tiere ließen sich nicht von uns beirren und grasten in aller Ruhe weiter, sodass es uns möglich war, sie aus allernächster Nähe zu beobachten.

Bevor es zurück auf das Schiff ging, konnte, wer wollte, ein erfrischendes Bad im Meer bei angenehmen 4 Grad nehmen.

Die Zeit flog nur so dahin. Nach 8 Tagen waren wir wieder da, wo wir starteten, in Longyearbyen. Traurig das Schiff zu verlassen, welches komfortables und gemütliches Zuhause war auf der unvergesslichen Reise in den Norden, behalte ich jedoch die Zeit in Erinnerung.

Mit einzigartigen Momenten, hunderten von Bildern und phantastischen Eindrücken und neuen Freunden wird diese Reise ein Leben lang dauern – in meinem Herzen.

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