Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Russland – Auf das Dach Europas

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Hoppla, müsste hier nicht die Rede vom Mont Blanc sein? Nein, denn je nach geographischer Grenzziehung zu Asien ist der Elbrus im Kaukasus der höchste Berg Europas – und mit 5642 m noch mal ordentlich höher als sein Konkurrent in den Alpen.

Von Deutschland ging es mit Aeroflot via Moskau nach Mineralnye Vody nördlich des Kaukasus. Eine kurze Fahrt von drei Stunden brachte uns nach Terskol, mitten im schön bewaldeten Baksan-Tal und genau zu Füßen des Elbrus gelegen. Phantastisch schon der Anblick bei der Anreise auf die umliegenden Drei- und Viertausender und die herrlich blühenden Gebirgswiesen! Auch nicht schlecht das erste Schaschlik vom Grill und ein kühles Bierchen dazu… Die kulturelle Anpassung ging schnell von Statten, nur die Höhenanpassung brauchte noch etwas Zeit. Mit Eingehtouren am Tscheget und Elbrus selbst machten wir uns fit für die große Höhe, setzten dabei auch ins Basislager auf 3700 m Höhe um. Das Lager liegt sehr schön auf einem Gletscher und ist aus stabilen Biwakschachteln, den „Botschkis“ (Tonnen), gebaut. Dort lebt und arbeitet die Saison über die emsige Köchin Mariya, die einen mit leckerem Essen und motivierenden Sprüchen versorgt („no porridge, no summit“). Vom Basislager aus unternahmen wir Eingehtouren zum ehemaligen Priut 11 auf 4100 m und den so genannten Pastukhov-Felsen auf 4700 m. So verbreitet sollte der Gipfel kein Problem sein! Doch am Morgen des Aufbruchs ging draußen quasi die Welt unter, es hagelte, stürmte und schneite. Da sich das Wetter bessern sollte, fuhren wir mit der Pistenraupe hinauf zum Fuß der Pastukhov-Felsen und begannen mit dem Aufstieg. Nach knapp drei Stunden hatten wir den Sattel zwischen Ost- und Westgipfel erreicht. Dort mussten wir den Abstieg aufgrund des anhaltend schlechten Wetters abbrechen und ins Basislager zurückkehren, schade! Ein zweiter Versuch musste her und so gingen wir nach einem Ruhetag noch einmal den Gipfel an, diesmal bei bestem Wetter und schönstem Sonnenschein. Schon um acht Uhr morgens war der Gipfel erreicht, Berg Heil! Die Dusche danach und noch ein leckeres Schaschlik krönten diese tolle Tour.

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