Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Südafrika • Namibia • Botswana • Simbabwe – Faszinierendes Reisetagbuch

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21 Tage Abenteuersafari „Von Kapstadt zu den Victoriafällen“ (SAFSKL) vom 27.01.-16.02.16

Vielen Dank an Frank Böttcher, dass wir an seinem Reisetagebuch sowie an seinen beeindruckenden Bildern teilhaben dürfen. Und nun heißt es: zurücklehnen und eintauchen in die beeindruckende Welt des südlichen Afrikas!

Namibia (1) – Oranje-Fluss und Fish-River-Canyon
Kaum verlassen wir Südafrika nordwärts nach Namibia, steigen die ohnehin schon hohen Temperaturen noch einmal deutlich an und pendeln sich bei rund 45 Grad im Schatten ein. Das erste Camp liegt wunderschön oberhalb des Oranje River, dem längsten Fluss Südafrikas. Die strohgedeckten Hütten haben zum Glück eine Klimaanlage, und an der Poolbar gibt es kühle Getränke. Später rauschen wir in Kayaks den großen braunen Fluss zehn Kilometer hinunter. Wir nutzen einen Zwischenstopp an einer Sandbank, um in dem 30 Grad warmen Wasser zu baden und gegen die Strömung zu schwimmen, umgeben von fantastischen Bergformationen.

Die anschließende mehrstündige Fahrt durch die lebensfeindliche graue Stein- und Felswüste stellt unsere Hitzeverträglichkeit auf eine harte Probe. Dafür ist das Ziel umso lohnender. Wir besuchen den Fish-River-Canyon, den zweitgrößten Canyon der Welt. Erst wenn man direkt am Abgrund steht, sieht man die gigantischen Ausmaße dieses Naturwunders. Wie eine Schlange zieht der winzige Fluß in 500 Meter Tiefe seine Bahn durch die unbeschreibliche Weite. Zum Sonnenuntergang wechseln die Farben von Grau zu Gelb zu Orange und wieder zu Grau, ein tolles Schauspiel!

Auf dem Weg zum Camp, einem alten Kolonialstützpunkt mitten in der Felswüste, haben wir das Glück, eine Herde bräunliche Mountain Zebras zu sehen, die normalerweise sehr scheu sind. Auch kleinere Antilopen stehen ab und zu regungslos unter einem Baum und schauen uns beim Vorbeifahren an.

Namibia (2) – Die Namib-Wüste
Ein Höllenritt von fast 600 Kilometern über unbefestigte Piste bringt uns weiter nach Norden, vorbei an kleinen Städtchen. Die riesigen Bergketten links und rechts der Piste begleiten uns während der gesamten Fahrt und bieten immer wieder fantastische Ausblicke. Zum Glück ziehen heute einige Wolken vorüber, sodass die Hitze erträglich bleibt. Unser Wüstencamp liegt tatsächlich mitten in der Landschaft und besteht aus tented camps, also festen Zelten, die sehr geräumig sind. Ich habe das äußere Zelt und bin von drei Seiten von grausandiger Wüste umgeben.

Am nächsten Morgen wollen wir zum Sonnenaufgang in den Sanddünen sein, also ist frühes Aufstehen angesagt; um 5:55 Uhr ist Abfahrt. Während bisher das Wüstengelände nur aus grauem Sand bestand, erreichen wir nun die uralte Namib-Wüste mit ihrem charakteristisch leuchtenden roten Sand. An “Düne 42” wird der Sonnenaufgang zelebriert. Wir wandern auf dem schmalen Sandgrat nach oben. Der Anblick ist von jeder Stelle aus fantastisch. Rote Sanddünen vor blauem Himmel mit aufgehender Sonne im Hintergrund, ein Traum! Am höchsten Punkt setzen wir uns auf den Grat, genießen die Farbkontraste und machen Fotos. Auf dem Rückweg wagen wir es sportlicher und rennen den steilen Wüstenrücken geradewegs hinunter. Am Truck haben unsere Guides bereits das Frühstück vorbereitet und wir lassen es uns mit Blick auf die Sanddünen schmecken. Anschließend geht es tiefer hinein in die Wüste, so weit wie unser Truck fahren darf. Von dort steigen wir auf ein Allrad-Ranger-Fahrzeug um und es geht in Richtung Deadvlei, dem magischen Punkt in der Namib. Dazu müssen wir in der nun schon großen Hitze noch eine gute halbe Stunde laufen und erblicken endlich diese berühmte Salzpfanne, die wie ein gelb-weißer Teller zwischen mehrere hundert Meter hohen roten Dünen liegt. Der Clou sind aber die toten Bäume, die wie Kunstwerke seit Ewigkeiten hier stehen. So entsteht ein einzigartiger Kontrast: gelb-weißer Untergrund, rote Dünen, schwarze Bäume und blauer Himmel. Egal wie und in welche Richtung man fotografiert, immer schießt man hier die schönsten Fotos mit dieser Farbkombination. Am frühen Nachmittag wieder im Wüstencamp angekommen und es bleibt Zeit für individuelle Aktivitäten. Abends grillen wir und genießen wir den Desert Drink schlechthin: Rock Shanty, eine Mischung aus Soda, Bitter Lemon und Riemenschneider Bitter. Absolut erfrischend. Cheers! Ein Schakal läuft in der Dunkelheit in aller Seelenruhe an der Bar vorbei.

Namibia (3) – Westküste, Etosha, Windhoek
Wüstenrundflug, Delfinsafari, Culture Trekking und Safaris in der Etosha-Pfanne sind die Höhepunkte der nächsten Tage. Wir arbeiten uns mit dem Red Elephant, unserem roten Truck, an der Atlantikküste Namibias nach Norden vor. In Walfischbay stehen Tausende Flamingos am Meeresufer. In Swakopmund sind eher deutsche Geschäfte und Restaurants angesagt. Nachmittag erkunden wir vom Katamaran aus die eigentliche Walfischbucht, die der Stadt den Namen gab. Robben springen auf das Schiff und wollen was zu fressen und Pelikane landen auf dem Geländer. Delfine schwimmen nebenher und haben ihren Spaß mit dem Boot. Obendrein werden wir mit den (angeblich) besten Austern der Welt verköstigt, die direkt vor unseren Augen in Fässern gezüchtet werden. Dazu gibt es Sekt und Fingerfood. Und überhaupt, nach den vielen Tagen in der Wüste tut so ein Ausflug aufs Wasser richtig gut! In den Restaurants am Abend lassen die Speisekarten keine Wünsche offen.

Nach dem städtischen Vergnügen wartet wieder die weite Wildnis auf uns. In zwei Tagesetappen, mit einer Zwischenstation im Brandberg-Gebirge und einer Wanderung zu Felszeichnungen, gelangen wir zum Etosha-Nationalpark im Norden Namibias, der für seine riesige Salzpfanne bekannt ist. Anderthalb Tage erkunden wir den Nationalpark, schaffen aber nur einen Bruchteil davon zu sehen, da er mehrere hundert Kilometer groß ist. Wir beobachten schöne Antilopen, Zebras und Gnus, später dann auch Giraffen, ein Nashorn und nicht wenige Löwen, die faul unter Bäumen und Büschen liegen. Dazu beobachten wir viele große und kleine Vögel, die über die flache Ebene marschieren. Die weiße, bis zum Horizont reichende Salzpfanne selbst ist für Menschen tabu. Nur im etwas grüneren Nationalpark drum herum gibt es befahrbare Pisten. Natürlich sitzen die Tiere nicht auf einem Haufen; d.h. man fährt meist zwischen 5 und 10 Kilometern und entdeckt wieder etwas bzw. es läuft einem direkt über die Straße. Da es einigen Regen gab, ist es einerseits schön grün, andererseits kommen nicht mehr so viele Tiere zu den Wasserstellen, sondern sind mehr versteckt. Auf jeden Fall ist es spannend und anstrengend zugleich, stundenlang Ausschau nach den Tieren zu halten. Mit den Kameras voller neuer Fotos verlassen wir Etosha und düsen wieder gen Süden in Richtung Hauptstadt. 500 Kilometer oder sieben Stunden später sind wir in Windhoek, das sehr schön in einem weiten grünen Tal liegt und mit rund 30 Grad eine angenehme Temperatur aufweist. Unser kleines Guesthouse liegt etwas außerhalb und wir frönen nach knapp einer Woche Abstinenz mal wieder ausgiebig unseren mobilen Endgeräten im Wifi-Netz. Das war die letzte Station in Namibia.

Botswana – Reihenweise Naturwunder
Kalahari – Okavango-Delta – Makgadikgadi-Salzpfannen – Chobe-Nationalpark

Wir fahren gen Osten und verlassen Namibia nach Botswana. Wir sind in der Kalahari. Dieses Gebiet zieht sich von Namibia über Botswana bis nach Südafrika und bedeckt rund 80% von Botswana. Es ist keineswegs wüstenähnlich. Zwar ist es eine stundenlange bzw. hunderte Kilometer lange Ebene, aber sie ist vollkommen grün und dicht mit Büschen und kleinen Bäumen bewachsen. Das sieht wunderschön aus! Mittendrin beziehen wir unser Guesthouse, welches von einer hier lebenden Ethnie betrieben wird. Einer der San (Buschmann) führt uns für ein paar Stunden in den Busch und zeigt uns, wie die San hier seit ewigen Zeiten leben und zurechtkommen. Vor allem gibt es kein fließendes Wasser, weswegen man auf Wurzeln und aufgefangenes Grundwasser zurückgreift. Wir kosten diverse Blätter von Büschen und erfahren viel über die Heilwirkung von Pflanzen, die auch heute noch genutzt wird. Zum Abendessen wird Oryxantilope gegrillt. Der Sternenhimmel sieht traumhaft aus!

Nur 300 Kilometer sind es am nächsten Tag bis Maun, dem Startpunkt ins Okavango-Delta. Für den Nachmittag haben wir uns einen Flug gebucht. Mit einem jungen Piloten starten wir zu einem einstündigen Rundflug in einer sechssitzigen Maschine über das Okavango-Delta. Anfangs wirkt die unendliche Ebene sehr trocken; die Regenzeit hat bisher nicht viel Niederschlag gebracht. Tiefer über dem Delta sehen wir dann mehr Wasser und auch die ersten Tiere. Elefanten, Gnus, Büffel und Hippos sind unter uns unterwegs. Ein sehr schöner Anblick, das Ganze einmal von oben sehen zu können, bevor es am nächsten Tag für zwei Tage mittenrein ins Delta geht. Im offenen Allradfahrzeug werden wir abgeholt und erreichen bald blühende Wiesen und saftiges grünes Gras, dazu riesige Bäume. Alles sieht ein bisschen wie im Märchenland aus. In der Ferne sehen wir die erste Giraffe, später dann Zebras und Antilopen. Wir erreichen das Wasser und steigen in Mokoros um, kleine schmale Boote, die früher aus Mopanebäumen, heute aber aus Fiberglas gebaut werden. Jeweils zu zweit im Boot stakt uns eine Einheimische mit dem langen Stock durch die engen Kanäle des Deltas. Es ist mir ein Rätsel, wie man durch die mit hohem Schilf zugewachsenen Kanäle den richtigen Weg findet, aber wir kommen nach gut anderthalb Stunden im Camp an. Die geräumigen Zelte sind schon aufgebaut und ich kann meine Bleibe für zwei Nächte beziehen. Nach der Mittagspause gehen wir schwimmen. Es ist heiß und das Wasser des Okavango-Deltas ist locker 35 Grad warm. Trotzdem ist es eine willkommene kleine Abkühlung und wir lassen uns zwischen blühenden Seerosen treiben. Später am Nachmittag begeben wir uns auf eine Fußpirsch. Wir entdecken mit zunehmender Dämmerung Zebras und Impalas sowie diverse Vögel. Nach dem glutroten Sonnenuntergang geht es zurück zum Camp, bevor die Löwen das Kommando in der Wildnis übernehmen. Nach leckerer Lasagne zum Abendessen und Rotwein eines Geburtstagskindes aus unserer Gruppe steht die erste Nacht in der Wildnis an. Die Geräuschkulisse ist enorm und die Temperatur auch. Wir laufen vor dem Sonnenaufgang zur ersten Fußsafari los. Die Sonne steigt schon bald so glutrot, wie sie untergegangen ist, wieder hinter den Bäumen auf. Zwei Giraffen sind die ersten Tiere, denen wir begegnen. Wir wandern lange durch schöne Wiesen und kleine Wäldchen. Wir sehen Springböcke, Impalas und viele Vögel. Nach dem Mittagessen ist wieder Baden angesagt. Danach teste ich die Buschdusche, einem Wasserkübel mit einer Brause untendran, was bestens funktioniert. Am späten Nachmittag starten wir dann mit den Mokoros zur Sundown Cruise. Gemütlich gleiten wir zwischen Teppichen von Seerosen die Kanäle entlang. In der Abendsonne leuchtet jetzt alles orangegelb. Außer Vogelgezwitscher und ein paar brüllenden Affen herrscht entspannte Stille. In einer großen Lagune baden Hippos, also Flußpferde. In gebührendem Abstand, da sie zu den gefährlichsten Tieren gehören, beobachten wir sie lange, ehe es ins Camp zurückgeht. Dort köchelt schon seit Stunden ein leckeres Beef Stew auf dem Feuer vor sich hin und wartet darauf von uns gegessen zu werden. Nach ein paar Geschichten am Lagerfeuer zu Sitten und Bräuchen der Einheimischen, Spazieren wir nochmal zum Wasser hinunter. Es ist unglaublich, denn unzählige Glühwürmchen blinken im Schilf und in der Luft um die Wette, soweit der Blick reicht. Zusammen mit dem klaren Sternenhimmel ein fantastisches Schauspiel!

Am Abreisetag aus dem Delta stehen wir vor Sonnenaufgang auf, packen zügig unsere Sachen und verlassen das Camp mit den Mokoros. Noch einmal geht es zwei Stunden lang die Kanäle hinab. Hippos, Krokodile und zugewachsene Abschnitte verlangsamen unsere Fahrt durch die schon heiße Morgensonne. Wir werden vom Allradfahrzeug abgeholt und sind kurz darauf traurig und froh zugleich wieder in der Zivilisation zu sein. Unser nächstes Ziel sind die Makgadikgadi-Salzpfannen, wo wir am späten Nachmittag ankommen. Von einer Aussichtsplattform kann man die riesige Fläche erahnen, auf der sich die Salzpfanne ausbreitet. Alles ist eben, grauweiß und unbewachsen, ohne einen Halm dazwischen, wie ein unendlich großer Schotterplatz. Der Sonnenuntergang ist ein Farbspiel ohnegleichen. Dunkelrot fällt die Sonne in die Wüstenfläche und versinkt wie eine Lavalampe darin. Wir fahren zur Lodge und beziehen unsere komfortablen Safarizelte mit toller Außendusche.

4:30 Uhr klingelt am nächsten Morgen der Wecker, 5 Uhr sind wir bereits auf der Straße nach Norden. Aufgelockert von Elefanten und Giraffen am Fahrbahnrand führt unser Weg 300 Kilometer nach Norden nach Kasane zum Chobe-Nationalpark. Kurz vor 9 Uhr sind wir da, gerade rechtzeitig zum ersten Game Drive (Safari). Im offenen Allradtruck begegnen wir vielen Elefanten und Antilopen. Im Fluß baden Flusspferde und Büffel. Viele Vögel, wie Bienenfresser, Seeadler, Reiher oder Marabus fliegen umher bzw. stehen in den Uferwiesen. Vor allem die hohe Zahl an Elefanten ist beeindruckend; über 45.000 sollen hier leben. Tatsächlich queren alle paar Minuten große Herden mit vielen Jungtieren unseren Weg. Nach kurzer Verschnaufpause und Mittagessen starten wir am Nachmittag zur Cruise auf dem breiten Chobe River, der die Grenze zwischen Botswana und Namibia im Norden bildet. Jede Menge Krokodile und Flusspferde tummeln sich im Wasser. Am Ufer trinken Elefanten und suhlen sich im Schlamm. In der Dämmerung kommen Kudus, Impalas, Baboons, Büffel und Zebras ans Flussufer zum Trinken; ein tolles Spektakel! Im Sonnenuntergang schippern wir zurück. Botswana hinterlässt für mich einen tollen Eindruck, insgesamt eines der interessantesten Länder Afrikas!

Simbabwe – Victoria Falls
Wir überqueren die Grenze von Botswana nach Simbabwe. Hier liegt eine aus geografischer Sicht höchstinteressante Ecke: vier Länder und zwei große Flüsse treffen aufeinander. Namibia, Botswana, Sambia und Simbabwe; dazu fließt der Chobe River in den Sambesi. Diesem Strom folgen wir nun ein Stück, denn einige Kilometer weiter ist Schluß mit lustigem Flußlauf, und wir erreichen eines der großen Naturwunder der Welt, die Victoriafälle bzw. von allen nur Vic Falls genannt. In einer gigantischen über 1 Kilometer langen Abbruchkante stürzen die Wassermassen hundert Meter in die Tiefe. Aber der Reihe nach. Zuerst erreichen wir mit unserem Red Elephant nach der letzten Etappe das Städtchen Victoria Falls, passend zu den Wasserfällen benannt und auch ausschließlich wegen dieser überhaupt existent. Wir haben bei der Ankunft genau 5.600 Kilometer zurückgelegt, eine Monsterstrecke!

Auf geht’s ins Activity Center. Ich buche mir einen Rundflug und die Sambesi Sundown Cruise und halte mir die restliche Zeit offen. So, jetzt aber endlich zu den Wasserfällen! Mit einem einheimischen Guide laufen wir in das Areal. Er erklärt, dass der Wasserlevel irgendwo in der Mitte zwischen Hoch- und Tiefstand liegt und wir daher keine Regencapes gegen die Gischt brauchen. Nach kurzer Lage- und Geschichtseinweisung starten wir den 1,7 Kilometer langen Weg durch den immerfeuchten Regenwald. Nach ein paar Metern der erste Blick auf die Fälle: in eine tiefe schmale Schlucht, die an den Hängen fettgrün bewachsen ist, schießen die ersten sichtbaren Teile der Fälle hinunter. Das Getöse ist donnernd laut und die Gischt steigt in Wolken nach oben. An diversen Aussichtspunkten bestaunen wir nun die verschiedenen Abschnitte der Vic Falls. Die Luft ist voll mit Sprühnebel. Der Pfad mit den View Points führt immer nah an der Kante entlang, mit fantastischen Aussichten und garantierter Dusche. Ungefähr in der Mitte befindet sich der Danger Point, an dem man direkt an der Kante in drei Richtungen in die Schlucht hinabsehen kann. Dementsprechend weht einem auch der Gischtnebel von allen Seiten um die Ohren, sodass ich schnell komplett nass bin. Zum Glück ist es warm. Aber nach dem letzten Aussichtspunkt an der Grenzbrücke nach Sambia zieht ein Regengebiet heran. Bevor wir reagieren können, bricht der tropische Guß mit voller Wucht über uns herein. Kamera und Handy hatte ich zum Glück in einer Plastiktüte gesichert. Von allen Seiten werden wir jetzt gewässert. Gischt und Regen machen keinen Unterschied mehr. Ich glaube ich habe mich noch nie so naß gefühlt. Wegrennen macht auch keinen Sinn mehr und so spaziere ich in der Dauerdusche die anderthalb Kilometer in Richtung Ausgang. Klitschnass geht es ins Hotel (die kennen das wahrscheinlich schon und sind völlig relaxt), wo ich in kompletter Montur unter die Dusche steige. Zwei drei Stunden bleiben mir zum “Entwässern” und Ausruhen, dann wartet schon das Shuttle für den Flug. Mit dem Helikopter starten wir den Rundflug. Ich darf neben dem Pilot sitzen und habe eine Panoramaaussicht. Schon aus weiter Entfernung ist die anderthalb Kilometer breite Gischtwolke zu sehen. Super interessant ist die Schlucht, die sich wie eine Schlange windet und das Wasser aus den Fällen davonträgt. Der Anblick der Fälle von oben ist phantastisch. Mehrmals fliegen wir darüber hinweg und erst aus der Luft sieht man die ganze Dimension.

Gleich am nächsten Morgen nehme ich mir nochmal allein ein paar Stunden Zeit, um die Wasserfälle zu besuchen, Fotos zu machen und die Ausblicke zu genießen. Diesmal mit Regenponcho und Plastik geschützt, können mir die Gischtwolken kaum noch etwas anhaben. Überall schimmern Regenbögen in der Sonne. Ein tolles Erlebnis!

Das war das Abenteuer “Cape Town to Vic Falls”, von Südafrika über Namibia, Botswana bis nach Simbabwe!

Ihr Frank Böttcher

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