Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Zum Gerewol-Festival im Tschad

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Unsere Reise führte uns vom 10.9. – 3.10. 2018 in den Tschad.

Den Termin im September hatten wir gewählt, da wir bei diesem Termin auch das Gerewol-Fest bei den Wodaabe (Fulbe) -Nomaden miterleben konnten.

Als Besonderheit ergab sich zu diesem Termin, dass die Regenzeit in diesem Jahr 2018 außergewöhnlich stark ausgefallen war bzw. immer noch in Gang war.
So war die mehrtägige Fahrt von N‘Djamena nach Norden durch das Bahr el Ghazal sehr abwechslungsreich, da die Landschaft von vielen Wasserstellen durchzogen war, die zahlreiche Tierherden bevölkerten.

Ein Höhepunkt der Reise waren die Tage im Ennedi. Durch die starken Regenfälle waren die Ebenen zwischen den Felsmassiven dicht mit frischem Gras bewachsen, immer wieder begegneten wir Tierherden. Der Farbkontrast aus grünen Wiesen und den gelbroten Felsen begeisterte uns immer wieder (auch unsere einheimischen Begleiter waren davon ganz beeindruckt).
Die Guelta Archei erlebten wir – völlig anders als in den Berichten beschrieben – völlig still, da sich außer uns keinerlei Tiere und Menschen dort aufhielten (Wasser war ja überall sonst in der Umgebung reichlich vorhanden).

Nach dem Besuch der Ounianga-Seen (die Seen bieten einen tollen Kontrast zur umliegenden Vollwüste) gab es als letzten Höhepunkt der Reise den Aufenthalt bei den Wodaabe und das Gerewol-Fest.

Nach schwieriger Anfahrt über schlammige und teilweise überflutete Pisten konnten wir zwei Tage direkt im Lager der Nomaden mit ihren großen Tierherden verbringen und ihren Tagesablauf hautnah erleben. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern sind Narbenverzierungen üblich (besonders auffällig auch direkt im Gesicht). Jeweils am Nachmittag begannen dann die Gerewol-Tänze, für die sich die jungen Männer der Gruppe kostümieren und schminken, um bei den jungen Mädchen besonders gut anzukommen.

Von dieser Reise werden uns auf jeden Fall noch lange viele unvergessliche Eindrücke im Gedächtnis bleiben!

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